Von Harald Gaubatz


Ilvesheim. (07.01.2005)

 

Die SpVgg Ilvesheim erhielt jüngst die Einladung, ihr Internationales Vetter-A-Junioren-Fußballturnier um den Insel Cup bei der IFTO vorzustellen. Die IFTO ist die International Football Tournament Organisation, zu der sich acht große A-Junioren-Tunniere aus Deutschland sowie eines aus Holland und eines aus der Schweiz zusammengeschlossen haben. Die Vereinigung wird mittlerweile vom DFB und der UEFA unterstützt und will jetzt noch eine FIFA-Lizenz beantragen. So soll das IFTO-Logo im Briefkopf weltweit verdeutlichen, dass das zugehörige Turnier höchsten Maßstäben genügt. Eine Mitgliedschaft wäre für die Ilvesheimer also ein unbezahlbarer Vorteil, was das Zusammenstellen der künftigen Teilnehmerfelder des Insel-Cups betrifft.

 

So weilten Volker Braun und Thomas Gropp aus dem Turnierausschuss im vergangenen September in Laupheim bei Ulm, um die Veranstaltung der SpVgg zu präsentieren. Was die beiden vorzubringen hatten, beeindruckte. Beim nächsten Insel-Cup vom 21. bis zum 23. Mai wird eine Delegation der IFTO ins Ilvesheimer Neckarstadion kommen, um das Turnier zu begutachten. „Wir haben gute Chancen, aufgenommen zu werden“, glaubt Gropp. Denn das Teilnehmerfeld ist wie gefordert bis auf die eigene Mannschaft erstklassig und auch das Rahmenprogramm der Insulaner kann sich schon seit Jahren mehr als sehen lassen.

 

Eine positive Folge hatte der Besuch in Laupheim für die Ilvesheimer jetzt schon. Über Kontakte von IFTO-Mitgliedern kam die SpVgg zu ihrer ersten afrikanischen Mannschaft beim Insel-Cup. Mit Jomo Cosmos sendet ein Erstligist aus Johannesburg seinen Nachwuchs zur 51. Auflage des traditionsreichsten Turniers. Jomo Sono, Besitzer des Klubs, Trainer der ersten Mannschaft und zwischenzeitlich sogar Nationalcoach der Bafana Bafana, der südafrikanischen A-Nationalmannschaft, übernimmt fast alleine die Flugkosten.

 

Sein Klub hat es sich zum Auftrag gemacht, Jugendliche aus den Johannesburger Slums zu holen und ihnen eine Ausbildung in den klubeigenen Internaten zu ermöglichen. Kicken können die Talente aus Soweto und anderen Townships, im vergangenen Jahr gewannen die A-Junioren von Jomo Cosmos ein hochkarätig besetztes Turnier in Nantes. Und die Profimannschaft in der ersten südafrikanischen Liga rekrutiert sich fast komplett aus Eigengewächsen.

 

Direktor der Fußball-Akademie ist mit Roy Matthews ein Schotte, der auch den Deutschland-Trip der Südafrikaner organisiert. Wenn es jedoch um letzt Details geht, dann sorgt der „Big Boss“ selbst für Klarheit. So klingelte bei Thomas Gropp vor nicht allzu langer Zeit mitten in der Nacht das Handy. Am anderen Ende der Verbindung war Jomo Sono, der lange mit dem Ilvesheimer Turnierorganisator telefonierte. „Er hat betont“, so Gropp, „dass er sich sehr freut, dass seine Jungs nach Deutschland eingeladen worden sind.“