Von Harald Gaubatz


lvesheim. (07.01.2005)

 

Alle Jahre wieder, zur Insel-Cup-Zeit, kam der SV Waldhof nach Ilvesheim. Diese schöne Tradition findet nun ein Ende. Bei der 51. Auflage des Vetter-A-Junioren Fußball-Turniers der SpVgg Ilvesheim werden sich die Erben des Seppl Herberger nicht im Neckarstadion der internationalen Konkurrenz stellen. Denn als Vertreter der Region wird an Pfingsten 2005 erstmals die TSG Hoffenheim  beim mit Abstand traditionsreichsten und besten Jugendturnier im weiten Umkreis vertreten sein. „Aus rein sportlichen Gründen“, wie Thomas Gropp, im Ilvesheimer Turnierausschuss für das Teilnehmerfeld verantwortlich, betont.

 

Die Diskussion, ob Waldhof oder Hoffenheim eingeladen werden sollten, habe es schon im vergangenen Jahr gegeben. Damals sah es sogar nach einem Abstieg der Waldhöfer A-Junioren in die Verbandsliga aus. „Wir haben uns dann trotzdem entschieden, den SVW nochmals einzuladen“, erläutert Gropp die Diskussionen im Turnierausschuss, „auf Grund der langen Tradition sollte der SV Waldhof beim Jubiläumsturnier dabei sein.“ Die Vorstellung der Waldhöfer A-Junioren war dann allerdings nicht gerade berauschend. In den Gruppenspielen gab es mit dem 0:5 gegen Prag eine richtige Klatsche – in 40 Minuten! Und im Spiel um Platz sieben quälten sich die Blau-Schwarzen zu einem 1:0 gegen die gastgebende SpVgg Ilvesheim, die zum damaligen Zeitpunkt in der Kreisstaffel spielte.

 

Das die Diskussion, wer eingeladen werden sollte, wieder in Gang geriet, war klar. Ein Fehler, räumt Gropp ein, sei gewesen, „dass wir die Vertreter des SV Waldhof im Anschluss ans Jubiläumsturnier nicht auf unsere Überlegungen hingewiesen haben“. So ging jeder davon aus, dass die Waldhöfer auch 2005 wieder dabei sind. Das war auf der Internetseite des sport-kurier ebenso zu lesen wie im Mannheimer Morgen oder der Rhein-Neckar-Zeitung. Weil die Ilvesheimer Turnier-Verantwortlichen, unter anderem auch Gropp, dies selbst in Gesprächen mit den Pressevertretern bestätigten. „Aber die offizielle Einladung“, versichert Gropp, „erfolgte immer erst um die Weihnachtszeit.“

 

Diesmal kam die Absage. „Die Entscheidung im Turnierausschuss zu Gunsten der TSG Hoffenheim fiel eindeutig“, erklärt Gropp, „das gilt natürlich nicht für ewig. Wer die Nummer eins in der Region ist, der sollte dabei sein.“ Im Moment ist dies unumstritten die TSG Hoffenheim. Während die Waldhöfer A-Junioren wieder ums sportliche Überleben in der A-Junioren-Oberliga kämpfen, steht der Hoffenheimer Nachwuchs als Tabellenführer auf dem Sprung in die Bundesliga. Bei zehn Punkten Vorsprung auf die nächste aufstiegsberechtigte Mannschaft, den SSV Reutlingen, sollte nicht mehr allzu viel schief gehen.